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Substanzen zur Verhinderung der Neovaskularisationen
Ranibizumab
Injektionslösung Sterile, klare, farblose bis blassgelbe wässrige Lösung.
Ein ml enthält 10 mg Ranibizumab. Jede Durchstechflasche enthält 2,3 mg Ranibizumab in 0,23 ml Lösung. Ranibizumab ist das Fragment eines humanisierten monoklonalen Antikörpers, das mit Hilfe rekombinanter DNA-Technologie in Escherichia coli hergestellt wurde
Lucentis ist zur Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) indiziert
Durchstechflasche zum einmaligen Gebrauch. Nur zur intravitrealen Anwendung. Lucentis darf nur von qualifizierten Ophthalmologen, mit Erfahrung in der Durchführung intravitrealer Injektionen, appliziert werden. Die empfohlene Dosis für Lucentis ist 0,5 mg (0,05 ml). In den ersten drei Monaten sollte Lucentis monatlich injiziert werden. In der nachfolgenden Erhaltungsphase sollte der Visus des Patienten monatlich kontrolliert werden. Falls der Patient einen Sehverlust von mehr als 5 Buchstaben aufweist (ETDRS oder äquivalent eine Snellen-Linie), sollte Lucentis verabreicht werden. Das Zeitintervall zwischen zwei Injektionen sollte 1 Monat nicht unterschreiten. Wie alle Parenteralia sollte Lucentis vor der Anwendung visuell auf Verfärbungen und Schwebstoffe untersucht werden. Vor dem Beginn der Behandlung sollte der Patient angewiesen werden, sich selbstständig antimikrobielle Augentropfen zu applizieren (viermal täglich, jeweils 3 Tage vor und nach jeder Injektion). Die intravitreale Injektion muss unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden. Dies beinhaltet eine chirurgische Händedesinfektion, sterile Operationshandschuhe, ein steriles Abdecktuch sowie ein steriles Lidspekulum (oder ein vergleichbares Instrument) und die Möglichkeit einer sterilen Parazentese (falls nötig). Vor der intravitrealen Verabreichung sollte eine gründliche Anamnese hinsichtlich möglicher Überempfindlichkeitsreaktionen erhoben werden (siehe Spezielle Vorkehrungen). Vor der Injektion sind die Desinfektion der periokularen Haut, des Augenlids und der Augenoberfläche sowie eine adäquate Anästhesie und die Verabreichung eines topischen Breitbandantibiotikums erforderlich. Die Injektionskanüle wird 3,5-4 mm posterior zum Limbus in Richtung Glaskörpermitte eingebracht, dabei sollte der horizontale Meridian vermieden werden und in Richtung Bulbusspitze gezielt werden. Danach sollte das Injektionsvolumen von 0,05 ml langsam injiziert werden; die nachfolgenden Injektionen sollten an unterschiedlichen Stellen der Sklera verabreicht werden. Zusätzliche Informationen für spezielle Patientengruppen Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Lucentis wurde nicht bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion untersucht. Jedoch sind bei diesen Patienten keine speziellen Vorkehrungen erforderlich. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Eine Anpassung der Dosis ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht notwendig. Ethnische Herkunft Zur Behandlung anderer Gruppen als Kaukasier liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.
Lucentis wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen.
Es ist keine Anpassung der Dosis für ältere Patienten erforderlich.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Patienten mit einer bestehenden okularen oder periokularen Infektion bzw. einem Verdacht darauf. Patienten mit einer bestehenden schweren intraokularen Entzündung.
Die Behandlung mit Lucentis darf ausschließlich als intravitreale Injektion erfolgen. Intravitreale Injektionen, einschließlich jener von Lucentis, können mit einer Endophthalmitis, intraokularen Entzündung, rhegmatogener Netzhautablösung, Einriss der Retina oder iatrogener traumatischer Katarakt assoziiert sein (siehe Nachteilige Reaktionen). Lucentis muss immer unter aseptischen Injektionsbedingungen injiziert werden. Des Weiteren sollte der Patient im Anschluss an die Injektion eine Woche lang überwacht werden, um im Falle einer Infektion eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen. Die Patienten sollten angewiesen werden, mögliche Symptome einer Endophthalmitis oder eines der oben aufgeführten Ereignisse unverzüglich zu melden. Eine Zunahme des intraokularen Druckes wurde innerhalb der ersten 60 Minuten nach der Injektion von Lucentis beobachtet (siehe Nachteilige Reaktionen). Deshalb müssen sowohl der intraokulare Druck als auch die Perfusion der Durchtrittsstelle des Nervus opticus kontrolliert und bei Bedarf behandelt werden. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lucentis bei gleichzeitiger Gabe in beide Augen wurde nicht untersucht. Falls gleichzeitig eine bilaterale Behandlung durchgeführt wird, kann das zu einer erhöhten systemischen Exposition führen und somit das Risiko eines systemischen unerwünschten Ereignisses verstärken. Wie bei allen therapeutischen Proteinen besteht potenziell auch bei Lucentis die Gefahr einer Immunogenität. Deshalb sollen Patienten dazu angehalten werden, Zeichen einer zunehmenden intraokularen Entzündung zu berichten, da dies ein klinisches Anzeichen für die Ausbildung einer intraokularen Antikörperreaktion sein kann. Lucentis wurde nicht bei Patienten untersucht, die zuvor bereits intravitreale Injektionen erhalten hatten. Lucentis sollte nicht gleichzeitig mit anderen anti-VEGF-Agenzien (systemisch oder okular) verabreicht werden. In folgenden Fällen sollte die Dosierung unterbrochen und die Behandlung nicht früher als zum nächsten vorgesehenen Termin fortgesetzt werden: • einer Verminderung der bestmöglich korrigierten Sehschärfe (best corrected visual acuity BCVA) von >30 Buchstaben im Vergleich zur zuletzt gemessenen Sehstärke; • intraokularer Druck von >30 mmHg; • Einriss der Retina; • Subretinale Blutung, bei der das Zentrum der Fovea betroffen ist oder die Größe der Blutung >50% der gesamten betroffenen Läsion beträgt; • durchgeführte oder geplante intraokulare Operation innerhalb der vergangenen oder kommenden 28 Tage. Bei Patienten mit rhegmatogener Netzhautablösung oder Makulalöchern Grad 3 oder 4 sollte die Behandlung unterbrochen werden.
Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Schwangerschaft Es liegen keine Daten für die Verwendung von Ranibizumab bei Schwangeren vor und es gibt keine Tierstudien. Es wird angenommen, dass die systemische Exposition nach intraokularer Verabreichung sehr niedrig ist. Aufgrund des Wirkmechanismus muss Ranibizumab jedoch als potenziell teratogen und embryo-/fetotoxisch eingestuft werden. Somit darf Ranibizumab während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn der erwartete Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko für den Fetus. Frauen im gebärfähigen Alter Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung eine wirksame und sichere Verhütungsmethode anwenden. Stillzeit Es ist nicht bekannt, ob Lucentis in die Muttermilch übergeht. Während der Anwendung von Lucentis wird empfohlen nicht zu stillen.
In den drei klinischen Studien der Phase III waren insgesamt 1.323 Patienten eingeschlossen. Insgesamt wurden 859 Patienten mindestens 12 Monate und 452 Patienten 24 Monate mit Lucentis behandelt. In der Studie FVF2598g (MARINA) wurden während des ersten Behandlungsjahres 9.200 Lucentis-Injektionen verabreicht, zusammen mit den Injektionen des zweiten Jahres wurden mehr als 13.000 Injektionen verabreicht. Mit der empfohlenen Dosis von 0,5 mg wurden 440 Patienten therapiert. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Injektionsvorgang standen und bei <0,1% der intravitrealen Injektionen auftraten, waren Endophthalmitis, rhegmatogene Netzhautablösung, Einriss der Retina und iatrogene traumatische Katarakt (siehe Spezielle Vorkehrungen). Andere schwerwiegende okulare Ereignisse, die bei <1% der mit Lucentis behandelten Patienten beobachtet wurden, waren intraokulare Entzündung und erhöhter Augeninnendruck (siehe Spezielle Vorkehrungen). Bei Patienten, die in den kontrollierten Phase-III-Studien FVF2598g (MARINA), FVF2587g (ANCHOR) und FVF3192g (PIER) mit 0,5 mg Lucentis behandelt wurden, traten die unten aufgelisteten unerwünschten Ereignisse häufiger auf (mindestens 3 Prozentpunkte) als bei Patienten der Kontrollgruppen (Scheininjektion oder PDT mit Verteporfin). Deshalb wurden sie als potenzielle unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAWs) beschrieben. Die unten aufgeführten Daten zur Sicherheit beinhalten darüber hinaus alle unerwünschten Ereignisse von denen angenommen wird, dass sie zumindest potenziell durch die Injektion als solche oder durch das Arzneimittel verursacht werden und bei den 440 Patienten auftraten, die mit 0,5 mg Lucentis in der Kombinationstherapie behandelt wurden. Die Nebenwirkungen sind nach Organsystemklassen und der Häufigkeit ihres Auftretens nach folgender Konvention geordnet: Sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100 bis <1/10), gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100), selten (>1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (kann aufgrund der vorliegenden Daten nicht abgeschätzt werden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Herzerkrankungen - Gelegentlich: Vorhofflimmern Erkrankungen des Nervensystems - Sehr häufig: Kopfschmerzen Augenerkrankungen - Sehr häufig: Bindehautblutung, Augenschmerzen, „Fliegende Mücken“ (Mouches volantes), Einblutungen in die Retina, Erhöhung des Augeninnendrucks, Glaskörperabhebung, intraokulare Entzündungen, Augenirritation, Katarakt, Fremdkörpergefühl im Auge, Beeinträchtigung der Sehfähigkeit, Blepharitis, subretinale Fibrose, okulare Hyperämie, Visusverschlechterung (inkl. Verschwommensehen), trockenes Auge, Vitritis. Häufig: Augenbeschwerden, Hyperämie der Konjunktiva, Trübung der brechenden Medien, retinale Exsudation, lokale Reaktionen an der Injektionsstelle, verstärkter Tränenfluss, Pruritus des Auges, Konjunktivitis, Makulopathie, Abhebung des retinalen Pigmentepithels Gelegentlich: Netzhautdegeneration, Iritis, Iridozyklitis, Keratitis punctata, Keratopathie, Dellen, Streifen (Striae) der Kornea, Funktionsstörungen der Retina und des Glaskörpers, Lichtempfindlichkeit, Kernkatarakt, Reizzustand der Vorderkammer, Abrasio cornea, Engwinkelglaukom, Glaskörperblutung, Uveitis, Endophthalmitis, Netzhautablösung, Netzhauteinriss, Einblutungen ins Auge, Augenlidödem, Irritationen des Augenlids, Erblindung, Hornhautödem, Hypopyon Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums - Gelegentlich: Husten, Keuchen, vermehrte Sekretion in den oberen Luftwegen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts - Häufig: Übelkeit Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes - Gelegentlich: Lichenoide Keratose Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen - Häufig: Arthralgie, Rückenschmerzen Infektionen und parasitäre Erkrankungen - Häufig: Bronchitis, Anämie Gefäßerkrankungen - Sehr häufig: Hypertonie/erhöhter Blutdruck Arterielle thromboembolische Ereignisse gemäß der Definition der „Antiplatelet Trialists Collaboration“, inklusive Gefäßerkrankungen mit tödlichem Ausgang, nicht letal verlaufender Myokardinfarkte, nicht letal verlaufender ischämischer Schlaganfälle und nicht letal verlaufender hämorrhagischer Schlaganfälle wurden mit der systemischen Verfügbarkeit hochpotenter VEGF (vascular endothelial growth factor)-Inhibitoren in Zusammenhang gebracht. Die Auswertung der 1- Jahres-Ergebnisse aller drei klinischen Studien der Phase III (MARINA, ANCHOR und PIER) ergab eine höhere Inzidenz arterieller thromboembolischer Ereignisse bei Patienten, die mit 0,5 mg Lucentis (2,5%) behandelt worden waren, im Vergleich zur Kontrollgruppe (1,1%). Allerdings war im zweiten Jahr der MARINA-Studie die Anzahl der arteriellen thromboembolischen Ereignisse bei Patienten, die mit 0,5 mg Lucentis therapiert wurden (2,6%), vergleichbar mit derjenigen der Kontrollgruppe (3,2%).
Novartis Pharma
Published Friday 20 February 2009
Published Friday 20 February 2009
Published Thursday 19 February 2009
Published Wednesday 18 February 2009
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Published Tuesday 17 February 2009
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Published Friday 13 February 2009
Published Thursday 12 February 2009
Published Wednesday 11 February 2009
Published Tuesday 10 February 2009
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Published Monday 09 February 2009
Published Friday 06 February 2009
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Published Thursday 05 February 2009

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